Starkweather, James

Expeditionsleiter

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Bio:

James Abercrombie Starkweather wurde am 15. Januar 1890 geboren. Er besuchte die Schule in Eton und anschließend das Christ Church College zu Oxford von 1908 bis 1912. Dort verfolgte er gewissenhaft sowohl eine akademische wie auch sportliche Laufbahn. Im Rugby war Starkweather ein Stützpfeiler für das gesamte Team. Er schloss sein Studium der Greats ab,
und obwohl ihn Oxford nach eigenen Aussagen gerne behalten hätte, zog es James Starkweather hin zu etwas „Nützlichem“. Sein Onkel, der Protektoratsverwalter in Rhodesien, bedachte ihn mit einer dortigen Assistenzstelle.
Als 1914 der Große Krieg ausbrach, meldete sich Starkweather ein Jahr später als Freiwilliger zum Heer in Rhodesien. Nachdem er in den Rang eines Leutnants aufgestiegen war, verdiente er
sich bei der Niederschlagung von Aufständen der Einheimischen mehrere Tapferkeitsauszeichnungen und wurde in den Rang des Captain befördert. Kennzeichnend für Starkweathers Einsätze waren ein hohes Maß an taktischem Gespür und Heldenmut. Nach dem Großen Krieg gab sich Starkweather seiner Abenteuerlust hin. Er reiste nach Afrika und bestritt seinen Lebensunterhalt als Leiter von Safariexpeditionen und Fremdenführer. Unter anderem begleitete er eine Expedition ins Kongobecken, deren Entdeckung seinerzeit in Nairobi ausgestellt und mit hohem Interesse von der Fachwelt bedacht wurde.
Starkweathers Gespür und Talent bei der Ausgestaltung von Safaris war bald in aller Munde.

Unvergessen und mit Zeitungsmeldungen in aller Welt bedacht blieb der Giraffen-Vorfall: Acacia Lexington, Tochter des bekannten Anwalts Percival W. Lexington, hatte den innigen Wunsch, noch vor ihrer Abreise einige Giraffen zu sehen, und Starkweather erfüllte ihr diesen Wunsch. Nach einer Flussüberquerung nahe des Victoriasees kam es jedoch zu heftigen Regenfällen und der Rückweg war durch das übertretende Flussbett vesperrt. Damit die Träger nicht rebellierten, ordnete Starkweather den Bau von Flößen an, sorgte im Geheimen jedoch dafür, dass einer der Träger im nächsten Dorf Boote herbeischaffte. Schlussendlich erreichte Mrs. Lexington pünktlich ihr Schiff in die Heimat, mitsamt der schönsten Giraffenfotografien.

Nur ein weiteres Beispiel für Starkweathers Talent selbst unvorhergesehene Situationen zu meistern. 1922 wurden Starkweathers Talente von der Chandler-Stiftung und der University of California benötigt. Diese planten in Australien eine Wüstenexpedition. Doch trotz ihrer
Ausrüstung und dem guten Start scheiterte die Expedition an Wassermangel. Bis Madura nahe der Südküste Australiens erreicht werden konnte, waren sämtliche Kamele tot, und die Expeditionsmitglieder hatten zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Tage lang nichts mehr getrunken. Dank Starkweathers Führung und Aufopferung konnte jedoch die Expedition der brennenden Hitze der australischen Wüsten entkommen. In den folgenden Jahren widmete sich Starkweather ganz seiner Liebe zur afrikanischen Wildnis. Erst 1925 trat er wieder in den Dienst der Wissenschaft. Die Miskatonic University plante eine Expedition in den Himalaya und
benötigte einen erfahrenen Führer. Starkeweather hielt seine Eindrücke während dieser Zeit in seinem Buch Survival at the World‘s Roof fest. Während dieser Expedition lernte er auch William Moore kennen und schätzen. Nach seinem Abstecher in die eisigen Höhen des Himalaya, zog es Starkeweather zurück in die brütenden Savannen des Dunklen Kontinents. Seine Safari-
Expeditionen waren inzwischen bei der High Society heiß begehrt.

Erst 1928 zog es Starkweather zurück in die Kälte, genauer gesagt an Bord des Luftschiffes Italia. Vielen Lesern wird das Unglück noch bekannt sein: Zwar erreichte die Italia den Nordpol, doch auf dem Rückweg sorgten Unwetter für ihren Absturz. Letztlich kam die Hälfte der Teilnehmer dieser Expedition ums Leben; einige konnten erst nach zwei Monaten aus dem Eis gerettet werden. Das Eis schien dem Abenteurer kein Glück zu bringen, und es heißt, dass
Starkweather schwor, nie wieder in die Kälte zu fahren. Nachdem sich Starkweather vermehrt dem Schreiben seiner Memoiren widmete (man erinnere sich an das berauschende Buch „Death in Africa“ über die gefährlichsten Safariabenteuer), holte sein Freund Moore ihn zurück zur Forschung. Gemeinsam durchkämmten sie Costa Rica.

Irgendwann in dieser Zeit müssen Moore und Starkweather den Entschluss gefasst haben, eine erneute Antarktis-Expedition der Miskatonic University durchzuführen. Und trotz seinen schlechten Erfahrungen in der Kälte ist James Starkweather wieder im Begriff, Geschichte zu schreiben und der Wissenschaft zum Erfolg zu verhelfen

Starkweather, James

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